Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat am 15. Juli 2025 einen bayerischen Aktionsplan zur Speicherung und Nutzung von Kohlendioxid (CCS/CCU) vorgelegt. Ziel ist es, den Unternehmen im Freistaat Planungssicherheit zu verschaffen. „Mit unserem CCS/CCU-Aktionsplan unterstützen wir die bayerischen Unternehmen auf dem Weg zur Dekarbonisierung”, so Aiwanger.
In einigen Sektoren fallen CO₂ -Emissionen prozessbedingt an und sind daher schwer oder nicht vermeidbar. Hauptbetroffene Wirtschafts- und Industriezweige sind vor allem die bayerische Kalk-, Zement-, Mineralölindustrie und die Abfallwirtschaft, sowie der chemischen Industrie mit Emissionen in Höhe von etwa 10 Millionen Tonnen Kohlendioxid jährlich. Der Aktionsplan CCU/CCS stellt die Abscheidung und Nutzung oder Speicherung von CO₂ als wichtige Bausteine für eine nachhaltige Wirtschaft heraus. Er enthält insgesamt 20 Einzelmaßnahmen, die in Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Wissenschaft und einschlägigen Verbänden entwickelt wurden. Diese sollen in der Laufzeit des Aktionsplans CCU/CCS bis Ende 2027 soweit möglich umgesetzt werden. Anschließend soll das Maßnahmenpaket evaluiert und sofern notwendig, weitere Schritte erarbeitet werden. So wird auch den künftigen technologischen und politischen Entwicklungen bei CCU/CCS flexibel Rechnung getragen
Eine konkrete Maßnahme durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie ist die Förderung des Cross-Cluster-Projekts „CCU in Bayern“. Das Projekt wurde bereits im Januar 2025 durch C.A.R.M.E.N. e.V. und dem Chemie Cluster Bayern initiiert. Das Cross-Cluster-Projekt soll eine Plattform für Unternehmen, Wissenschaft und Politik schaffen, um gemeinsam neue CO₂-Wertschöpfungskreisläufe in Bayern zu entwickeln. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und andere interessierte Akteure sind eingeladen, sich aktiv am Projekt zu beteiligen. Ab September startet deshalb eine dreiteilige Workshop-Reihe.
Ein zentrales Ziel der Workshop-Reihe ist die aktive Vernetzung der beteiligten Akteure. Die Veranstaltungen bieten eine Plattform, um branchenübergreifende Kooperationspotenziale zu identifizieren und gemeinsame Innovations- und Forschungsprojekte auf den Weg zu bringen, um CCU-Technologien in die industrielle Praxis zu überführen.
Am 17. September 2025 findet der 1. Stakeholder-Workshop „Status Quo der CO₂-Wertschöpfung in Bayern“ statt. Hier wird es um ein gemeinsames Verständnis für die aktuelle Ausgangslage für CO₂-Wertschöpfungsketten in Bayern gehen. Die Veranstaltung startet mit einem Kurzvortrag zum bayerischen Aktionsplan CCU/CCS und widmet sich anschließend folgenden Fragestellungen:
Die Veranstaltung findet im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie in München statt und ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich: https://portal.carmen-ev.de/webportal/events/veranstaltung?MANDANT_KEY=U-28a393b56e87104c1037b17a064c0608&VER_ID=1249&SINGLEPAGE=1
Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Workshops 2 und 3 ein, in denen Zielbilder entwickelt und daraus strategische Maßnahmen und Projektansätze abgeleitet werden.
Am 8. Oktober 2025 steht der 2. Stakeholder-Workshop „CO₂ als Ressource von morgen: Visionen für Bayern” auf dem Programm (online). Ziel ist es, konkrete Zielbilder für eine zirkuläre, CO₂-basierte Wirtschaft in Bayern zu entwickeln, strategische Leitplanken für deren Umsetzung zu definieren und Ansatzpunkte für frühzeitig erschließbare Potenziale zu identifizieren. Inhaltlich werden auf Basis des vorhergehenden Termins folgende Punkte erarbeitet:
Zur Anmeldung: https://portal.carmen-ev.de/webportal/events/veranstaltung?MANDANT_KEY=U-28a393b56e87104c1037b17a064c0608&VER_ID=1256&SINGLEPAGE=1
Die so erarbeiteten Ergebnisse sind die Grundlage für konkrete Maßnahmen und Projekte, die im 3. Workshop der Reihe entwickelt werden.
Am 29. Oktober 2025 findet der 3. Stakeholder-Workshop unter dem Titel „Von der Idee zur Umsetzung: CO₂-Wertschöpfung praktisch gestalten” statt. Es wird darum gebeten, sich diesem Termin bereits vorzumerken: Save the Date: Details folgen in Kürze.
Das Cross-Cluster-Projekts „CCU in Bayern“, das vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Rahmen der Cluster-Offensive Bayern gefördert und vom Chemie-Cluster Bayern und C.A.R.M.E.N. e.V. umgesetzt wird, verfolgt das Ziel, die Potenziale von Carbon Capture and Utilization (CCU) als Schlüsseltechnologie für eine klimaneutrale Industrie aufzuzeigen.
Unternehmen, Forschungseinrichtungen und andere interessierte Akteure sind eingeladen, sich aktiv am Projekt zu beteiligen. Informationen zu kommenden Veranstaltungen, Studien und Ergebnissen finden Sie hier:
Website C.A.R.M.E.N. e.V.: https://www.carmen-ev.de/ccu-in-bayern-co%e2%82%82-als-ressource-fuer-eine-klimaneutrale-industrie/
Webseite CCB: https://chemiecluster-bayern.de/projects/cross-cluster-projekt-ccu-in-bayern/
Dr. Bettina Fink | C.A.R.M.E.N. e.V. – [email protected]
Georg Weig | Chemie-Cluster Bayern GmbH – [email protected]
Circa 4.500 Zeichen, Abdruck frei, Belegexemplar erbeten.
Pressekontakt: Nadine Sporrer | 09421 960 382 | [email protected]
Source: C.A.R.M.E.N. e.V., Pressemitteilung, 2025-07-31.