
Solar- und Windenergie sind nicht nur allgemein bekannt, sondern haben zusammen mit modernen Batterien und Wasserstoff das Potenzial, fossile Energieträger zu ersetzen und das gesamte Energiesystem zu transformieren. Diese Alternativen zu fossilen Energieträgern werden weithin unter dem Begriff erneuerbare Energien zusammengefasst.
Doch was bedeutet erneuerbarer Kohlenstoff, und warum können nicht alle Industriezweige auf dieselbe Weise wie der Energiesektor dekarbonisiert werden, indem sie auf fossile Rohstoffe verzichten?
Der Grund dafür ist, dass einige Branchen, darunter die Chemie- und Kunststoffindustrie, auf Kohlenstoff als unverzichtbaren Baustein für eine Vielzahl von Alltagsprodukten angewiesen sind. Der in diesen Produkten gebundene Kohlenstoff muss jedoch nicht zwangsläufig aus fossilen Quellen stammen. Der Ersatz von fossilem durch erneuerbaren Kohlenstoff aus Biomasse, CO₂ oder Recycling wird als „Defossilisierung“ bezeichnet. Die Dekarbonisierung des Energiesektors und die Defossilisierung der chemischen Produktion sind zwei eng miteinander verbundene Konzepte. Beide sind unerlässlich, um eine klimaneutrale Kreislaufwirtschaft zu erreichen.

Viele Technologien, sowie erneuerbare Chemikalien und Materialien sind bereits verfügbar oder befinden sich in der Entwicklung. Sie könnten schnell in großem Maßstab skaliert werden, wenn sie durch einen entschlossenen und mutigen politischen Rahmen unterstützt würden. Diese Politik muss echter Innovationen offen gegenüberstehen und nicht weiterhin traditionelle fossile Industrien bevorzugen, nur weil diese – häufig zu Unrecht – als wirtschaftlich sicher gelten.
Die engagierten Akteure, die derzeit eine zukunftsfähige, widerstandsfähige und wachsende Wirtschaft auf Basis von erneuerbarem Kohlenstoff gestalten, verfügen über einen regelmäßig stattfindenden globalen Treffpunkt. Dieser steht allen Akteuren aus der Chemie- und Kunststoffindustrie, Markenherstellern, Start-ups und Investoren sowie politischen Entscheidungsträgern offen.
Bei diesem Treffpunkt handelt es sich um die vom nova-Institut veranstaltete Renewable Materials Conference (RMC), die vom 22. bis 24. September 2026 in Siegburg bei Köln sowie online stattfinden wird.
Unter dem diesjährigen Motto „Defossilisation through Innovation“ bietet die Konferenz eine Plattform für Fachvorträge und Diskussionen über die Defossilisierung der chemischen Industrie, fossilfreie Kunststoffe, die politischen Rahmenbedingungen für erneuerbaren Kohlenstoff und biologischen Abbau. Mehr Information zur Konferenz: https://renewable-materials.eu
75 Vorträge, begleitet von 20 Podiumsdiskussionen, sowie eine hochrangig besetzte Abendpodiumsdiskussion am ersten Konferenztag zum Thema „Quadruple System Shock as Catalysts for Industrial Transformation“.
Das finale Programm ist hier zu finden: https://renewable-materials.eu/program/
17 interaktive Workshops, die das Konferenzprogramm ergänzen und erweitern. Aufgrund der großen Nachfrage stehen erstmals drei Workshop-Räume zur Verfügung, in denen Diskussionen zu vielfältigen Themen geführt werden können – von technologischen Innovationen, Marktrends, politischen Entwicklungen und marktorientierten Instrumenten bis hin zur Zertifizierung, von der Ligninverwertung bis zur Kreislaufwirtschaft, sowie zum biologischen Abbau von Kunststoffen in der Land- und Forstwirtschaft.
Das umfangreiche Workshopprogramm ist hier verfügbar: https://renewable-materials.eu/workshops/
41 Ausstellungsstände über zwei Etagen in unmittelbarer Nähe der beiden Vortragssäle ermöglichen eine intensive Vernetzung und den direkten Austausch mit potentieller Kundschaft und Partnern.
Einige wenige Stände sind noch verfügbar und können hier gebucht werden: https://renewable-materials.eu/exhibitors/
Der renommierte, von Covestro gesponserte Innovationspreis „Renewable Material of the Year 2026“: Sechs nominierte Unternehmen und Innovationen treten im Wettbewerb um den ersten Platz gegeneinander an. In jeweils zehnminütigen Pitches präsentieren sie dem Publikum ihr Material oder ihre Technologie. Anschließend stimmen die Teilnehmenden über die Gewinner ab.
Umfangreiche Networking-Möglichkeiten mit den erwarteten 400 bis 500 Teilnehmenden bieten die langen Pausen während der drei Konferenztage, sowie drei Abendveranstaltungen. Außerdem verfügt die Konferenz über mehrere Matchmaking-Räume, wo man Gesprächsterminen wahrnehmen kann, die man über eine professionelle Matchmaking-Software vereinbart.
Melden Sie sich noch heute an und profitieren Sie bis zum 16. August von einem Rabatt in Höhe von 10%: https://renewable-materials.eu/registration/
Das nova-Institut dankt UPM Biochemicals (FI) für die Unterstützung der Konferenz als Platin-Sponsor, sowie Celluranics (CN), GS Biomats (CN), IFF (BE), Leaf Biotech (CN), L'Oreal (FR) und VERBIO (DE) als Gold-Sponsoren sowie DIN CERTCO (DE), Peterson Solutions (DE) und TÜV Austria Belgium (BE) als Silber Sponsoren. Der Innovationspreis "Renewable Material of the Year 2026" wird von Covestro (DE) gesponsert. Weitere Sponsoren sind willlkommen: https://renewable-materials.eu/sponsoring/
Die Renewable Materials Conference wird von zahlreichen Industrie- und Handelsverbänden, Non- Profit-Organisationen, Forschungseinrichtungen und Interessengruppen unterstützt, die thematisch mit der Konferenz verbunden sind: AVK (DE), BCNP (DE), BIC - Bio-based Industries Consortium (EU), BioBase (AT), bündnis mikroplastikfrei (AT), C.A.R.M.E.N.(DE), ChemCologne (DE), ChemieClusterBayern (DE), CLIB (DE), CO2Value Europe (EU), European Bioplastics (EU), FECC - European Association of Chemical Distributors (EU), GO!PHA (International), IBB Netzwerk (DE), INAK (DE), kunststoffland NRW (DE), NRW.Energy4Climate (DE), ÖGUT - Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik (AT), Plastics Europe (DE), Renewable Carbon Initiative (International).
Source: nova-Institut, Pressemitteilung, 2026-08-03.